
Prag - Altneue Synagoge
Adresse:
Červena ulica
Praha 1 - Pražské židovske mesto (Prager Judenstadt)
Öffnungszeiten:
April – Oktober: Täglich (außer Sa und an jüdischen Feiertagen) von 9.30 - 18.00 Uhr, freitags bis 17.00 Uhr
November – März: Täglich (außer Sa und an jüdischen Feiertagen) von 9.30 - 17.00 Uhr, freitags bis 14.00 Uhr
Hinter der St.-Nikolaus-Kirche erstreckte sich früher ein Judenghetto. Dieses wurde am Ende des 19. Jahrhunderts fast vollkommen abgerissen, allerdings sind heute noch zwei Denkmäler sehr gut erhalten. Dazu gehört – neben dem Alten Jüdischen Friedhof – die Altneue Synagoge (Staronová synagoga).
Anfang des 18. Jahrhunderts war fast ein Drittel der Prager Bevölkerung jüdisch. Der jüdische Stadtteil wurde Josephstadt (Josefov) genannt und bildete damals den 5. Stadtteil Prags. Aufgrund von Einschränkungen mussten sich Juden in diesem Viertel ansiedeln. Kaiser Joseph II. förderte Juden ab dem Jahre 1781, deshalb ist der Stadtteil nach ihm benannt. Zu den interessanten Sehenswürdigkeiten zählt auch das Geburtshaus Franz Kafkas.
Die Altneue Synagoge ist die in Mitteleuropa älteste erhaltengebliebene Synagoge und stammt aus dem 13. Jahrhundert. Sie ist immer noch funktionstüchtig und auf jeden Fall einen Besuch wert. Der Sage nach befinden sich auf dem Dachboden der Synagoge die lehmigen Überreste des Golems von Rabbi Löw. Die Synagoge ist das älteste Beispiel einer mittelalterlichen, zweischiffigen jüdischen Synagoge. An den Wänden finden sich alte hebräische Innschriften, die vor allem für kulturell Interessierte einen Blickfang darstellen.