
Prag - Karlsbrücke
Die Karlsbrücke (Karlův most) zählt, nach der Prager Burg, zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten Prags. Als Tourist wird man sie wohl öfters überqueren, da sie über den längsten und wasserreichsten Fluss der Tschechischen Republik führt, nämlich der Moldau (Vltava). Sowohl auf der einen, als auch auf der anderen Seite der Karlsbrücke finden sich etliche Sehenswürdigkeiten, aber auch direkt auf der Karlsbrücke herrscht tagsüber reges Treiben. Straßenmusikanten, freischaffende Künstler und natürlich interessierte Touristen treffen hier aufeinander.
Die Karlsbrücke selbst besteht seit etwa 1357, in Auftrag gegeben wurde sie von Karl IV. Er ließ die steinerne Brücke bauen, nachdem die ehemalige Steinbrücke (Juditbrücke) aufgrund von Hochwasser weggerissen worden war. Die Konstruktion war so gut, dass die 520 m lange und 10 m breite Brücke heute noch steht. Ihren Abschluss findet sie im Altstädter Brückenturm, der eine wunderbare Aussicht über Prag bietet.
Noch heute wird die Karlsbrücke von 28 Skulpturen geziert. Die älteste und am besten erhaltene Statue ist die des hl. Johannes Nepomuk von Johann Brokoff. Um Nepomuk kursiert eine interessante Legende: Er war der Beichtvater der Gemahlin des damaligen Königs und wollte diesem das Beichtgeheimnis seiner Frau nicht verraten. Daraufhin ließ ihn der König foltern und über die Karlsbrücke in die Moldau werfen. An dieser Stelle steht nun eine Statue Nepomuks. Jährlich kommen tausende Touristen, um sie zu berühren und sich etwas zu wünschen – der Wunsch wird der Legende nach in Erfüllung gehen …