
Adresse:
Zeughausstraße 8
3007 Bern
Öffnungszeiten:
Montag – Freitag: 9 – 11 und 14 – 17 Uhr,
Samstag: 10 – 15 Uhr
Anfahrt:
5 Minuten Fußweg vom Hauptbahnhof
Die Französische Kirche im Stadtzentrum ist heute die älteste Kirche der Stadt Bern.
Sie wurde ab 1270 erbaut. Auffällig an ihrer Entstehungsgeschichte ist dabei zunächst, dass das Bauwerk nach nur 15 Jahren Bauzeit bereits 1285 vollendet werden konnte. Die Initiative zur Errichtung der Kirche ging von dem 1269 gegründeten Dominikanerkloster aus.
Nach der Reformation wurde auch diese Kirche protestantisch. Der calvinistische Geist hatte auch Bern ergriffen. Interessanterweise entwickelte sie sich zum Zufluchtsort der Protestanten französischer Sprache.
Dies zog eine weitere Bewegung nach sich. Als die französischen Könige zur Wahrung der Reichseinheit begonnen, Protestanten im eigenen Land zu verfolgen, kamen ab 1685 auch viele Hugenotten nach Bern. Diese suchten dann die jene Kirche auf. Überhaupt war die Schweiz neben dem deutschen Teilstaat Preußen der zweite große Zufluchtsort der Hugenotten. Eben so kam es in Bern zu dieser charakteristischen Namensgebung. Der preußische Namensvetter ist der Französische Dom in Berlin.
Heute fällt die Kirche als typisch schweizerisch auf mit dem spitz zulaufenden Turm. Die grün-gelbe Farbgebung wirkt sehr harmonisch.